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Trophäe und Aberglaube

Bernd E. Ergert

Ob Steinbockhorn, Hirschgeweih oder Bezoarkugel, ob Hirschgrandeln, Habichtsklaue oder Wolfszahn, ob Bärenschädel oder Mardergebiss, Biberzahn oder Murmelnager, Adlerfeder, Birkhahnsichel oder Huchenflossen – schon seit geschichtlicher Frühzeit bewahrte der Mensch Teile seiner Jagdbeute auf. Waren das „Trophäen“ im heutigen Sinne? Wohl kaum. Anders als heute hatten diese „Trophäen“ meist eine kultische oder magische Bedeutung. Der Mensch stand der Natur ja ungeschützt gegenüber und erhoffte sich durch das Tier Teilhabe am Göttlichen, erhoffte sich Schutz vor Gefahren, erhoffte sich Heilung von Leiden oder Linderung von Schmerzen. Knochen, Hörner und Zähne wurden daher zu Amuletten und Talismanen verarbeitet, denen ein jeweils ganz besonderer Zauber innewohnte. So schützten etwa Hirschgeweihe vor Blitzen, Wolfszahnlutscher halfen dem Kind beim Zahnen, der Penisknochen von Dachs, Fuchs und Bär stärkte dem Manne die müden Lenden, ebenso wie die Federn, die man ihm in die Hose nähte...
„Trophäe und Aberglaube“ ist eine Fundgrube für jeden, der in der Jagd mehr sieht als schnödes Regulieren. Bebildert ist dieses Buch mit einzigartigen Fotos: vom erlesensten Grandelschmuck aus königlichen Schatullen über Steinbockdosen bis hin zum Gamsbesteck von Erzherzog Johann.
160 Seiten. Rund 70 großteils farbige Fotos und Abbildungen.

Preis: Euro 35,–
inkl. MwSt.

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Der Autor, Bernd Ergert, war lange Jahre Direktor des Münchner Jagd- und Fischereimuseums. Er hat sein Leben lang der Bedeutung von Grandeln, Geweihen, Krucken und Bezoarsteinen nachgespürt und legt im Buch „Trophäe und Aberglaube“ sein umfangreiches Wissen offen. Zu seinem Buch sagt er: „Mit dem Schreiben dieses Buches habe ich die Absicht verbunden, einen kleinen Blick in das Schatzkästlein des alten Jäger- und Volksglaubens zu ermöglichen. Für den jungen Jäger sind die Zeilen vielleicht Anregung, in der Jagd mehr zu sehen als nur die Hörner, wie unsere Vorderen es taten. Die alten Bräuche mahnen uns, die Trophäen des erbeuteten Wildes würdig zu behandeln. Wir gerechten Jäger ehren damit das Wild und heben die ethischen Werte des Weidwerks hervor – einer uralten Betätigung des Menschen.“

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