Österreichischer Jagd- und Fischerei-Verlag

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Ehe es zu spät ist...

Paul Herberstein

Zwar kein Buch über Jagd und Natur, aber dafür ein Buch über gejagte Männer und die Natur von Frauen. Genauer gesagt: Vergessen Sie die Zerrbilder aus mondänen Hochglanz-Illustrierten! Die Frau unserer Tage ist keine Mischung aus hochbezahlter Managerin, fürsorglicher Mutter und sexbesessener Fitnesstrainerin. Frauen gehören nach wie vor zum schwachen Geschlecht, sind also mit allem überfordert, was Hausverstand, Intuition und Organisationstalent voraussetzt. Wer vom Schicksal derart hart geschlagen ist, braucht zum Überleben einen Zweiten: einen Ehemann. – Das vorliegende Buch räumt mit gefährlichem Halbwissen auf und schenkt Männern reinen Wein ein. Keine eheliche Alltagsgeschichte, die darin nicht brutal ausgeschlachtet und gewissenhaft seziert wird. Ein Muss für all jene heiratsfähigen Kerle, die noch vor dem glücklichsten Tag ihres Lebens stehen. Und selbstverständlich auch für all jene geknechteten Ehesklaven, für die solche Warnungen eindeutig zu spät kommen ...
112 Seiten, illustriert von Lazarus Waldstein. Exklusiv in Leinen.

Preis: Euro 19,–
inkl. MwSt.

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Mit Jagd und Natur hat dieses Buch zwar nichts am Hut, dafür aber mit gejagten Männern und der Natur von Frauen. Genauer gesagt: Es geht um die Ehe und welche Gefahren auf den nichtsahnenden Junggesellen lauern. - Ein Buch mit viel Witz, aber ohne Gewehr! - Buch-Auszug.


... Der Mann verbindet mit einem Garten vor allem eines: Rasen und Rasten. Für die Sportiveren – und Bubenväter – kommt vielleicht noch das Fußballspielen dazu. Aus. Sense. Und was hält die Frau dagegen? Den Traum vom englischen Park, einer üppigen Blütenpracht mit stilvoll angelegten Beeten und zum Drüberstreuen noch den Gemüsegarten für den heimischen Herd. Alles bereits in teuren „Home & Garden“-Magazinen gesehen und feinsäuberlich ausgeschnitten. „Auch-haben-wollen“ steht seit Monaten quer über die Stirn der Ehefrau geschrieben, ohne aber die Arbeit davor, danach und währenddessen auch nur im Ansatz selbst übernehmen zu wollen. Wofür ist man schließlich verheiratet? Der Traum vom eigenen, von Nachbarn und Besuchern gleichermaßen bewunderten Garten führt eindeutig über den Muskelkater und die Bandscheiben des Ehegatten. Er ist es, der samstäglich die Baumärkte anfahren muss, um dort kistenweise Dornengestrüpp aufzuladen und mit aufgerissenen Blumenerde-Säcken den Kofferraum zu verdrecken. Aber wehe, wenn er beim Einschlichten in einem leichten Anflug von Groll auch nur ein Blättchen des Grünzeuges knickt. Ein hysterischer Aufschrei wird durch die Parkgarage hallen, als ob der Mann gerade eigenhändig die Kinder köpfte. Ist das Auto erstmals richtig versaut und die feine Erde in jede Ritze verrieben und die Innentapezierung gleichmäßig mit grünen Flecken übersät, geht es wortkarg nach Hause. Es folgt die eigentliche Herausforderung: das Einpflanzen. Feldherrengleich schreitet das Eheweib in modischen Gummistiefeln und nahezu ungebrauchten Arbeitshandschuhen den heimatlichen Garten ab, um mit spitzen Fingern auf jene Stellen zu deuten, wo die Pflänzchen ein neues Zuhause finden sollen. Dem ästhetischen Raumgefühl darf dabei weder ein gefrorener, mit groben Steinen durchzogener Boden im Wege stehen noch das ständige Gemaule des unwilligen Ehemannes. Das heikle Grünzeug wird willkürlich und spontan über die ganze Rasenfläche verteilt. Das halbstündige Mähen alle vierzehn Tage ist Geschichte. Von nun an artet die Gartenpflege zu einer wöchentlichen, mehrstündigen Präzisionsarbeit aus, die von der Motorsense bis zur Heckenschere alles an Gerätschaft verlangt, was Hornbach zu bieten hat. Die ehemals pfeilgeraden Mähbahnen verkommen zu wilden Schlangenlinien zwischen konzeptlos verteilten Blumenstöcken und dornigen Sträuchern. Während die Frau ihre kranken Gartenfantasien auslebt, bleibt dem Mann die Knochenarbeit. Alles, was ab nun geschnitten, gezupft und gepflegt werden muss, ist seine Aufgabe. Und wehe, ein Fußball fliegt in das Blumenbeet … Es wäre gelogen, dass sich eine Frau überhaupt nicht im Garten sehen lässt, nein, sie widmet sich im eigenen Grün nur wichtigeren Aufgaben wie dem Studium des aktuellen Society-Magazins oder dem dringenden Telefonat mit einer Freundin. Und auch Stolz keimt im grünen Däumling auf: Nicht selten bittet sie Freunde und Familie auf die Terrasse zu Kaffee und Kuchen, um die blühende, duftende Pracht gemeinsam zu genießen. Dafür riecht man auch großzügig über den herben Schweißgeruch hinweg, wenn sich der Mann vor einem krumm buddelt und fluchend die wahllos verstreuten Pflänzchen umkurvt …

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